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Mein Geburtstag 2000 |
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Wenn einer eine Reise tut....
Von Marlis Kittel
Es war Mai geworden im Jahr 2000. Mit
Unbehagen dachte ich an meinen bevorstehenden Geburtstag.
Nachdem mein Mann im November 1999 nach
schwerer Krankheit verstorben war, fühlte ich mich einsam und allein. Besonders
würde ich es wohl an meinem Geburtstag und den darauf folgenden Tagen zu spüren
bekommen, so dachte ich traurig. Am 27. Mai würde ich 53 werden, am 28. Mai war
mein Mann genau ein halbes Jahr tot und am 29. Mai hätten wir, wenn er noch
gelebt hätte, unseren 29. Hochzeitstag. Drei traurige Tage, vor die es mir
grauste.
Bei einem Telefonat mit dem Vormann des
Cuxhavener Seenotkreuzers „Hermann Helms“, mit deren Besatzung mein Mann und ich
seit vielen Jahren eine freundschaftliche Beziehung pflegten, erwähnte ich diese
Befürchtung. Da meinte er: „Packen Sie Ihren Koffer und kommen Sie zu
uns.“
Das war im Moment nicht ganz einfach,
denn die Mannschaft befand sich mit ihrem Schiff in Helgoland. Dort vertraten
sie den wegen Umbauarbeiten in der Werft liegenden Helgoländer Seenotkreuzer
„Wilhelm Kaisen“. Aber auch das sollte für mich kein Hindernis sein, die
Einladung des Vormannes anzunehmen. Ein Hotelzimmer auf der Insel war rasch
gefunden und eine Mitfahrgelegenheit zur Insel auch.
Da ich inzwischen wieder als Reporterin
für eine Seefahrtzeitung arbeitete, meldete ich mich bei der Reederei Warrings.
Diese hatte nach zweijähriger Liegezeit zum Saisonstart ihre „große alte Lady“,
die MS HELGOLAND wieder aufgerüstet und im Liniendienst zwischen Bremerhaven und
der Insel Helgoland eingesetzt.
Erfreut reagierte die Reederin auf mein
Anliegen, für meine Zeitung einen Bericht über das Schiff zu machen. Da ich mit
dem Zug anreiste, stellte man mir zur Übernachtung sogar eine der Kabinen an
Bord zur
Verfügung.
So kaufte ich die Fahrkarten für meinen
Geburtstagstrip und freute mich.
Zwei Tage vor meiner Abfahrt rief mich
überraschend der Vormann an. Bei der wöchentlichen Überfahrt nach Cuxhaven, wo
ein Teil der Mannschaft abgelöst und Wasser und Sprit gebunkert wird, war ein
Aggregat kaputt gegangen. Deshalb war ein anderer Seenotkreuzer nach Helgoland
gefahren und meine Freunde blieben in Cuxhaven.
„Was nun“, dachte ich entsetzt. Es war
nur ein Moment, dann wusste ich, was ich zu tun hatte. Ich rief im Hotel auf
Helgoland an und änderte die drei Übernachtungen auf eine ab. Danach rief ich
den Vormann wieder an.
„Ich komme am 27. Mai mit dem Katamaran
in der Mittagszeit nach Cuxhaven.“
„Dann erwarten wir Sie zum Kaffee“,
meinte er da erleichtert. Wahrscheinlich hatte er schon ein schlechtes Gewissen
wegen der ganzen Geschichte gehabt.
Ich freute mich erneut auf das
Wiedersehen mit den Männern, die mir bereits im Januar und im April
Gastfreundschaft auf ihrem 27-Meter-Schiff gewährt hatten. Außerdem informierte
ich meine langjährigen Freunde in Otterndorf von meinem früheren Kommen. Bei
ihnen wollte ich anschließend noch einige Tage verbringen. Sie sollten mich dann
abends vom Seenotkreuzer abholen.
Aber meine Planung sollte noch mal
durcheinander geraten, denn bei meinem Anruf auf dem Seenotkreuzer wusste ich
noch nichts von höherer Gewalt.
***
Am Donnerstag den 25. Mai Mittags
bestieg ich den Zug. Pünktlich kam ich in Bremerhaven an und ließ mich mit einem
Taxi zum Anleger des Seebäderschiffes bringen. Um 18.30 Uhr sollte die MS
HELGOLAND kommen. Der ganze Tag war regnerisch und windig gewesen. Der
Taxifahrer war so nett und blieb bei mir stehen. Er hoffte auf Fahrgäste, die
vom Schiff zurück zum Bahnhof mussten. Auch andere Taxifahrer fuhren vor und
warteten. Sie hatten wohl die gleiche Idee gehabt. Es kamen Busse und auch der
Zoll. Nur das Schiff kam nicht.
Ein seltsames Gefühl beschlich mich.
„Wenn das Schiff jetzt nicht kommt, was machst du dann?“ fragte ich mich
insgeheim.
Gegen 20 Uhr kam dann das Schiff mit
Schlepperhilfe rein. „Irgendetwas mit einem der Motoren“, sagte einer der
Matrosen.
Hatte ich das nicht vor einigen Tagen
schon mal gehört?
Sobald die Passagiere von Bord waren,
stieg ich mutig die Gangway hinauf. Wehmut beschlich mich. Das letzte Mal, als
ich dieses Schiff betreten hatte, war mein Mann an meiner Seite und ein anderer
Kapitän erwartete uns. Wir kannten ihn schon lange und waren oft mit ihm nach
Helgoland gefahren. Er war vor einigen Jahren verstorben (auch viel zu früh).
Und mein Mann war nun ebenfalls nicht mehr am Leben.
Dann stand ich vor Kapitän und erstem
Offizier. Fremde und müde Gesichter. Für sie war diese Heimfahrt mit
Schlepperhilfe sicher nicht einfach gewesen. Sie übergaben mich der Obhut des
Chefs der Gastronomie. Der kümmerte sich dann um mich, bevor auch er das Schiff
verlassen konnte. Doch ich war nicht allein an Bord, so versicherte er mir. Da
waren die Monteure im Maschinenraum, eine Brückenwache und genau gegenüber hatte
der erste Offizier seine Kabine.
Meine Kabine bestand aus drei kleinen
Räumen. Ein gemütlichen Wohnraum, dahinter Schlafraum und Bad. Ich schlief in
meiner Koje wie ein Murmeltier. Am nächsten Morgen herrschte draußen
Bilderbuchwetter. Das Frühstück schmeckte. Kapitän und erster Offizier waren
bester Laune und luden mich auf die Kommandobrücke ein.
Es war eine wunderschöne Fahrt, während
dessen immer wieder Erinnerungen in mir aufstiegen – schöne Erinnerungen. Auf
Helgoland angekommen, verabschiedete ich mich herzlich von den beiden Herren auf
der Brücke. Mit meinem Gepäck ging es dann hinunter zu den Ausstiegsluken. Mit
einem der letzten Boote fuhr ich hinüber zur Insel. Nachdem ich mein Hotelzimmer
bezogen und mein Koffer ausgepackt hatte, ging ich los und kaufte sofort eine
Fahrkarte für den Katamaran am nächsten Tag. Dann genoss ich die Insel und das
herrliche Wetter.
Mein Hotelzimmer war Spitze und ich
freute mich auf eine neue Erfahrung in Punkto Seefahrt, die Überfahrt mit dem
schnellen Katamaran. Außerdem
freute ich mich auf das Wiedersehen mit der Mannschaft des
Seenotkreuzers.
Da vier Männer an Bord waren und die
anderen vier frei hatten, traf man bei den Besuchen immer wieder andere
Besatzungsmitglieder an.
Auch in dieser Nacht schlief ich
gut. Erst am Morgen, nachdem ich aus dem Fenster gesehen hatte, wurde mir klar,
dass ich schon wieder meine Pläne würde ändern müssen. Draußen stürmte es mit
Windstärke 8 – zunehmend!!!
Unter den Gästen des Hotels herrschte
große Aufregung. Die Katamarane kamen nicht und die kleinen Schiffe auch nicht.
Nur die MS HELGOLAND von Bremerhaven war abgefahren, die WAPPEN VON HAMBURG aus
Cuxhaven und auch die kleinere ATLANTIS von Büsum wagten die Fahrt. Aber würden
sie Helgoland anlaufen und Ausbooten oder drehten sie vorher wieder um? Das
wusste natürlich niemand. All` das lag nun in Gottes Hand.
Einige Gäste konnten nicht weg, andere
kamen erst gar nicht an. Die Besitzerin des Hotels nahm das gelassen hin.
Schließlich geschah das hier nicht zum ersten Mal. „Das ist höhere Gewalt“,
meinte sie lächelnd.
Nach dem Frühstück ging ich also zum
Fremdenverkehrsverein und tauschte meine Fahrkarte um. Ich buchte meine
Überfahrt nach Cuxhaven auf der WAPPEN VON HAMBURG. Dann suchte ich eine
Telefonzelle auf. Durch den Wind kam ich fast nicht hinein. Nach großer
Kraftanstrengung endlich drinnen, wählte ich die Nummer des Cuxhavener
Seenotkreuzers. Nach der ganzen morgendlichen Aufregung tat es gut, die ruhige
Stimme des Vormannes zu hören. Wahrscheinlich hatte er schon mit so etwas
gerechnet, denn bei ihnen wehte es ja genau so.
„Gut, wir decken dann den
Abendbrottisch, sobald die WAPPEN reinkommt“, meinte er. Der Anleger des
Seebäderschiffes war ja nur einen Steinwurf von ihrem Anleger
entfernt.
Als ich aufgelegt hatte, ging mir ein
Gedanke durch den Kopf, der gar nicht so abwegig war. Hoffentlich waren sie bei
solch einem Wetter nicht gerade im Einsatz, wenn ich
ankam?
Ich schob diese Möglichkeit rasch
beiseite, ging noch zünftig Mittag essen und kehrte dann ins Hotel zurück, um
der Dinge zu harren, die da kamen.
Zuerst kam die ATLANTIS. Obwohl die
Schiffe eigentlich auf der Reede ankern, fuhr die fast bis ganz in den Hafen
hinein. Dabei führte sie einen richtigen Teufelstanz auf. Man konnte sich
denken, was die Passagiere an Bord auf dieser Fahrt mit durchgemacht hatten.
Eine Vergnügungsreise war das sicher nicht. Mit Blaulicht kam ein Krankenwagen
angerast. Er war kaum abgefahren, da kam der nächste.
Mit mir saß eine Buchhändlerin aus
Osnabrück im Frühstücksraum. Sie wurde ganz weiß um die Nase, als sie das sah.
Wir kamen ins Gespräch und sie erzählte mir, dass sie mit der MS HELGOLAND
zurück musste.
„Das ist das größte Schiff von
all’ den Seebäderschiffen“, versuchte ich sie zu beruhigen. „Da merkt man den
Seegang nicht so.“
Ganz kurz dachte ich an den
Maschinenausfall am 26. Das kann bei solchem Wetter gefährlich werden. Aber
rasch tat ich diesen Gedanken beiseite. So lange ich mit dieser alten Lady, der
MS HELGOLAND gefahren war, konnte man sich auf sie verlassen. Unsinn
also!
Um 15 Uhr machte ich mich mit der
Buchhändlerin auf den Weg. An der Landungsbrücke ging es zuerst durch den Zoll.
Dann trennten sich unsere Wege. Bei der Überfahrt mit den offenen
Brandungsbooten der Helgoländer Fischer zur WAPPEN schwappte und spritzte es
ganz gewaltig. Noch lachten und juchten die Leute vor Vergnügen. Das schwere
Boot fuhr durch den Seegang vor der Einstiegsluke immer wild herauf und
herunter, wie bei einem Fahrstuhl. Aber für die Matrosen und die Helgoländer
Fischer war auch das Routine. Erst lud man die Leute ins Schiff, dann kam deren
Gepäck hinterher. Auch ein kleiner Vierbeiner wurde so an Bord gereicht. Auf dem
Steg hatte der Dackel den Zahlmeister noch giftig angekläfft. Nun war der kleine
Wicht ganz ruhig.
Ich suchte mir im Restaurant einen
Fensterplatz. Ein Ehepaar aus Cuxhaven saß bereits dort. Wir kamen ins Gespräch.
Da das Schiff unheimlich schaukelte und an der Ankerkette zerrte, meinte die
Frau: „Wenn wir erst durchs Hamburger Loch sind, dann wird es
ruhiger.“
Vom Hamburger Loch hörte ich nun zum
ersten Mal. Dort wo die Fahrrinnen von Elbe und Weser sich treffen, ist immer
Seegang, so erfuhr ich später von den Seenotrettern. Und wenn es so stürmt, wie
an diesem Tag, dann ist es im Hamburger Loch eben besonders
schlimm.
Als es dann endlich losging, hörte der
Appetit der Passagiere schlagartig auf. Die Kellnerin brauchte nur Geschirr
abräumen und was sie so schnell nicht erreichte, wurde vom Seegang mit lautem
Scheppern von den Tischen gefegt.
Meine Tischnachbarn waren inzwischen
verschwunden. Das Hamburger Loch forderte wohl gerade von der netten Dame den
Tribut und ihr Mann spielte den barmherzigen Samariter. Ich schaute mich in dem
Raum um. Die Reihen hatten sich stark gelichtet. Als ich hinaus aufs Wasser sah,
begriff ich, dass das erst der Anfang gewesen war. Als eine besonders hohe Welle
die Breitseite des Schiffes traf, holte das Schiff so über, das eine Frau mit
ihrem Stuhl umfiel. Drei Männer versuchten sie wieder aufzurichten. Es war ein
Kampf gegen das sich stark bewegende Schiff und auch gegen das Gewicht der
korpulenten Frau. Zum Glück hatte sie außer einem Riesenschreck keinen anderen
Schaden davon getragen.
Ja, und dann hatten wir das Hamburger
Loch hinter uns. Meine Tischnachbarn kehrten zurück und sie hatten sogar Hunger.
Anderen „Kranken“ ging es ebenso und die Bedienung bekam alle Hände voll zu
tun.
Sonst bin ich kein so eiliger Mensch,
aber ich wollte meine Freunde auf dem Seenotkreuzer nicht zu lange aufs
Abendbrot warten lassen. So stand ich beim Anlegen der WAPPEN in Cuxhaven
bereits unten beim Ausstiegsluk. Doch als ich draußen war, sah ich meine
Befürchtung vom Morgen bestätigt. Der Seenotkreuzer war im
Einsatz!
Ich ging also in die Gaststätte ZUM
FÄHRHAFEN, um dort auf sie oder meine anderen Freunde zu warten, die mich ja
später vom Schiff abholen sollten. Gegen 19 Uhr 30 sah ich „mein Abendbrot“
angefahren kommen. Da zahlte ich meine Zeche und machte mich auf den Weg zum
Anleger. Die Rettungsmänner hatten inzwischen das Schiff festgemacht und die Gangway angebracht.
Einer von ihnen spritzte das Schiff ab, um es von dem Salzwasser zu befreien.
Als er mich sah, kam er und begrüßte mich lächelnd: „Herzlichen Glückwunsch zum
Geburtstag, Frau Kittel!“
Auch die anderen kamen nun zum Vorschein
und gratulierten. Ich war gerührt, dass sie nach einem so schweren Einsatz noch
daran dachten. Rasch hatten sie den
Tisch gedeckt und Tee gekocht. Dann saß ich mitten zwischen ihnen beim
Abendbrot. Ich musste von meinen Erlebnissen erzählen. Als ich schließlich von
ihnen etwas über den Einsatz hören wollte, machten sie nicht viele Worte. Zwei
junge Menschen würden sicher in Zukunft am 27. Mai mit mir so eine Art
Geburtstag feiern, denn die Rettungsleute hatten ihnen ein zweites Leben
geschenkt. Dafür lebten diese Männer, dafür hatten sie diesen Beruf
gewählt.
In einem späteren Bericht der
DEUTSCHEN GESELLSCHAFT ZUR RETTUNG SCHIFFBRÜCHIGER (DGzRS) war über den Einsatz
am 27. Mai 2000 in einer Kurzmitteilung folgender Wortlaut zu
lesen:
„... und dann kam die Welle rüber. Das
Wasser lief ins Schiff. Ruckzuck ging das. Übern Achtersteven ist er dann
abgesoffen. Wir beide haben vorne gehockt. Dann kam auch schon der Retter. Das
war’s dann.“
Der Fischer aus der Elbmündung schildert
mit knappen Worten, was ihm und seinem Bruder am letzten Wochenende im Mai 2000
widerfuhr. Buchstäblich in letzter Minute kann die Besatzung des Seenotkreuzers
HERMANN HELMS/ Station Cuxhaven die zwei Fischer von ihrem wegen starken
Wassereinbruchs sinkenden Schiff abbergen. Die beiden haben um 17.30 Uhr über
UKW- Kanal 16 „Mayday“ gemeldet. Acht Minuten nach dem Notruf ist der
Seenotkreuzer vor Ort. Die beiden Fischer (18 und 22 Jahre alt) haben sich auf
den Bug des Kutters gerettet. Mit dem großen Seenotkreuzer jetzt längsseits zu
gehen, wäre für die Schiffbrüchigen zu gefährlich, deshalb geht das Tochterboot
BIENE zu Wasser. Geschickt und umsichtig wird es an das im aufgewühlten Wasser
hin - und hergeworfene Vorschiff heranmanövriert. Im richtigen Moment „pflücken“
die Seenotretter die nassen, unterkühlten Fischer ab und bringen sie in
Sicherheit. Sekunden später versinkt der Kutter gänzlich in den
Fluten.
Die Geretteten bekommen an Bord des
Seenotkreuzers trockene Kleidung und einen guten Tee – der Vormann ist
Ostfriese, und da gibt’s eben erst einmal ’ne Tasse Tee.
Die HERMANN HELMS steuert die
Notfallpier in Cuxhaven an. Hier wartet schon der Rettungswagen, um die beiden
zur medizinischen Nachuntersuchung ins Stadtkrankenhaus Cuxhaven zu
fahren.
Wenige Tage später wird der Kutter
gehoben und repariert. Nach der Werftbesichtigung schauen die beiden Fischer bei
den Seenotrettern vorbei. Und wie das eben so ist bei den Menschen, deren
Arbeitsplatz die See ist, werden keine „langen Reden“ geschwungen: „Schön’ Dank
auch.“ – „Ja, lass man, is’ schon gut.“
Auch ich war zwei Tage später noch mal an Bord und habe mich bei meinen Freunden von der HERMANN HELMS bedankt, für ihre herzliche Aufnahme und das Abendbrot. Jetzt, nach so langer Zeit, beim Lesen des Berichtes sehe ich sie alle wieder vor mir. Jörg, den 2.Vormann aus Ostfriesland, den ich bereits seit 1985 kenne, Michael aus Cuxhaven, Giovanni aus dem Hessenland (der eigentlich auch Michael heißt) und Frank, der erst im Januar d. J. zur Mannschaft kam, meine Geburtstagsgratulanten. Aber auch den anderen der Mannschaft gilt es, einmal „Danke“ zu sagen, für die vielen Stunden, die ich in diesem Jahr bei Ihnen verbringen durfte. Vor allem möchte ich mich bei Olaf, dem jungen Vormann aus Rendsburg bedanken, dem ich doch bei unserer ersten Begegnung im Januar völlig fremd war und der mir dennoch viel Verständnis und Freundschaft entgegengebracht hat. Und dann sind da noch Gerd, der Älteste an Bord, der mit seinen 57 Lenzen Ende dieses Jahres in Rente geht. Außerdem die Maschinisten Rolf und Gerd (der Jüngere). Alle drei kenne ich aus den 80ger Jahren. Und dann ist da noch Holger, der Jüngste an Bord. Inzwischen habe ich auf einem meiner darauffolgenden Besuche auch ihn kennen gelernt. Sie alle haben mir bewiesen, dass es in unserer schnelllebigen Zeit, noch Menschen gibt, für die die Worte MENSCHLICHKEIT und NÄCHSTENLIEBE keine Fremdworte sind.
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